Werbung auf Webseiten, Tracking in Apps, Telemetrie, fragwürdige Analyse-Domains und Geräte, die gefühlt ständig irgendwohin telefonieren möchten. Auf dem PC kann man sich mit Browser-Erweiterungen noch ganz gut behelfen. Beim Smartphone, Tablet, Smart-TV oder irgendwelchen IoT-Geräten wird es dann schon deutlich unübersichtlicher.
Also kam bei mir irgendwann die Frage auf: Warum eigentlich jedes Gerät einzeln behandeln, wenn man einen Teil des Problems schon zentral im Netzwerk abfangen kann?
Genau hier kommt Adguard Home ins Spiel
Statt auf jedem Gerät einen eigenen Werbeblocker zu installieren, arbeitet AdGuard Home als zentraler DNS-Filter im Heimnetz. Vereinfacht gesagt prüft der Dienst, welche Internetadressen ein Gerät aufrufen möchte. Taucht dabei eine bekannte Werbe-, Tracking- oder unerwünschte Domain auf einer Filterliste auf, wird die Anfrage gar nicht erst weitergeleitet.
Das Schöne daran: Dem Fernseher, Smartphone oder irgendeiner App ist völlig egal, dass im Hintergrund gefiltert wird. Sie benutzen einfach den DNS-Server, den ich ihnen beziehungsweise meinem Netzwerk vorgebe.

Natürlich ist AdGuard Home keine magische „Internet-ist-jetzt-sauber“-Maschine. Werbung, die direkt vom gleichen Server wie der eigentliche Inhalt ausgeliefert wird – YouTube ist dafür ein prominentes Beispiel – lässt sich damit nicht zuverlässig wegzaubern. Und auch Datenschutz besteht aus deutlich mehr als einer DNS-Blockliste.
Fazit
Trotzdem ist es für mich ein ziemlich sinnvoller Baustein: weniger unnötige Anfragen, weniger Tracking und gleichzeitig deutlich mehr Einblick darin, was die Geräte im eigenen Netzwerk eigentlich den ganzen Tag treiben.
Und manchmal ist genau dieser letzte Punkt der interessanteste. Denn wenn der vermeintlich harmlose Fernseher nachts um drei plötzlich meint, mit einem halben Dutzend Servern sprechen zu müssen, wird es zumindest… aufschlussreich.


Schreibe einen Kommentar